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Jugend

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»… so versank sie in die vor Hitze zischenden Fluten.«

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  • Seitenanzahl 144
  • Einband Broschur
  • Abbildungen durchgehend farbig illustriert
  • Format 15,0 x 21,0 cm
  • Sprache Deutsch
  • Auflage 1
  • ISBN 9783356022353
  • Versandgewicht 0,353 kg

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In seiner zweiten Graphic Novel widmet sich der Zeichner Till Lenecke einer Erzählung Joseph Conrads. Wie in »Herz der Finsternis« – als Graphic Novel ebenfalls bei Hinstorff erschienen – erzählt Conrads Alter Ego Charlie Marlow von seiner ersten Reise als Zweiter Offizier auf der Judea; eine Fahrt mit Kohle für Bangkok in den Laderäumen, die katastrophaler kaum hätte verlaufen können und bei der die Crew nur mit viel Glück überlebte. »Gerade zwanzig Jahre alt, ging ich an Bord. Einer der glücklichsten Tage meines Lebens«, hört man vom Protagonisten anfangs, um mit »Es ist nicht die Jugend allein, der ihr nachtrauert?!« zu schließen. Der erfolgreiche Künstler Till Lenecke arbeitet gewohnt skizzenhaft, verdichtet mit seinem Zeichen- und Tuschstil die Erzählung auf beklemmende Weise und zeigt damit die Ausweglosigkeit der Mannschaft, wie sie sich verausgabt, um nichts anderes als das eigene Überleben zu sichern.

"In Jugend bekommt man einen langsamen Schiffsuntergang so präzise vorgeführt, als wäre man selbst mit an Bord." Andreas Platthaus, FAZ

Bewertung 
Jo84 @ amazon.de
07.11.2019

Comicadaption des Romanklassikers von Joseph Conrad

Joseph Conrad war ein polnisch-britischer Schriftsteller, der von 1857-1924 lebte. Er begann seine schriftstellerische Tätigkeit 1890 und schrieb 18 Romane sowie über 30 Kurzgeschichten, zwei Autobiografien und drei Theaterstücke. Zwischen 1919 und 2005 entstanden über 20 Verfilmungen seiner Werke. Die Kurzgeschichte "Jugend" verfasste er im Jahr 1898, sie wurde allerdings erst 1902 zum ersten mal publiziert. Die Geschichte baut auf eigenen biografischen Erlebnissen Conrads auf, der als Seemann bei der britischen und französischen Handelsmarine gearbeitet hatte und 1888 sogar Kapitän eines Schiffes wurde.
Der 1972 geborene Hamburger Comiczeichner und Illustrator Till Lenecke hat für den Verlag Hinstorff eine 138 Seiten lange Comicerzählung aus der Kurzgeschichte gemacht. Er ist wie prädestiniert dafür, denn auch ihn verbindet mit Conrad die Liebe zur Seefahrt und er selbst war schon oft als Matrose auf See unterwegs. Roman und auch Comic sind im "Seefahrerslang" geschrieben, weshalb dem Werk ein Glossar angefügt wurde in dem die Fachausdrücke der Seefahrerei dem Laien überhaupt erklärt werden. Diese Authentizität sorgt jedoch auch dafür dass man als Leser förmlich in die Erzählung mit hineingesaugt wird.
Es geht um eine Geschichte des Erzählers Marlowe, eines Charakters, der öfter bei Conrad auftaucht, u.a. auch in seinem bekanntesten Werk "Herz der Finsternis" (ebenfalls aus dem Jahr 1902). Dieser Marlowe erzählt in einer Rahmenhandlung die Geschichte aus seiner Jugendzeit, nämlich den Beginn seiner Seefahrerkarriere und die damit einhergehenden Frustrationen, die er nur dank seiner jugendlichen Kraft, seines Optimismus und einer Zuversicht überstanden hat, die ihm einzig der Jugend eigen zu sein scheint. Das Schiff Marlowes will eigentlich Kohle nach Bangkok verschiffen, aber mehrere Anläufe scheitern auf spektakuläre Art und Weise. Immer wieder kommt Marlowe so gerade eben mit dem Leben davon...
In letzter Zeit lässt sich ein erfreulicher Trend bemerken, auch die Werke großer Schriftsteller als Comics zu adaptieren. Natürlich heißt das nicht automatisch dass jedes dieser Werke auch gelungen ist, aber generell steigt die Qualität von Comicadaptionen. Till Lenecke hat schon seit vielen Jahren immer wieder Comics zum Thema Seefahrt erstellt und hat mehr Erfahrung damit als jeder andere Comiczeichner Deutschlands. 2016 erschien bereits im selben Verlag seine Comicerzählung "Auf Kaperfahrt mit Störtebeker". "Jugend" ist im selben Stil erstellt, Lenecke zeichnete ihn in Bleistift und versah ihn zusätzlich mit grauen Schatten, die einen schönen Effekt ergeben. Den Stil muss man natürlich mögen, was letztendlich immer eine Frage des individuellen Geschmacks ist, aber auf alle Fälle spricht aus jedem einzelnen Bild die Liebe zur Thematik ebenfalls grafisches Können.

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