750 Jahre Kloster zum Heiligen Kreuz
Am 22. September 2020 jährt sich die Gründung des Klosters zum 750. Mal. Im Mittelalter lebten hier Nonnen nach der Regel des Zisterzienserordens. Sie stammten meist aus Rostocker Familien. 1584 wurde es evangelisches Damenstift für neun Konventualinnen aus gut situierten Familien der Stadt. Das Kloster wurde 1920 offiziell geschlossen. Die letzte Stiftsdame trat aber noch 1948 ein und starb 1981. Mit ihr endeten 711 Jahre Geschichte eines Konventes von Nonnen und Stiftsdamen. Doch die Geschichte des Klosters ging als Ort eines Museum weiter.
Endlich eine Neubauwohnung
Architekten, Stadtplaner und Politiker diskutierten seit den 1950er-Jahren über die Gestalt der sozialistischen Stadt. Nach sowjetischen Vorgaben sollte zunächst ein nationaler sozialistischer Baustil entwickelt werden. Mit der Zeit traten ästhetische Überlegungen zunehmend in den Hintergrund. Vorrangig musste der Wohnungsmangel beseitigt werden. Dazu dienten standardisierte Großblock- und Plattenbausysteme. Der Andrang auf die Neubauwohnungen war groß, verfügten sie doch über Zentralheizung, Warmwasser und Badezimmer. Die Nachteile der Großsiedlungen, Anonymität, Monotonie der Wohnblöcke, lange Arbeitswege, nahmen die Bewohner für diese Wohnqualität in Kauf. Der Bildband dokumentiert die Plattenbauten Rostocks nach Stadtteilen gegliedert aus den Baujahren von etwa 1950 bis 1990 und informiert über Besonderheiten.